Jede einzelne Handlung zieht immer eine bestimmte Vergangenheit mit sich, die diese Handlung verursacht hat. Jede einzelne Handlung hat auch eine bestimmte Zukunft, die aus dieser Handlung zwangsläufig resultiert.

Wenn man rein objektiv einen konkreten individuellen Lebensweg gründlich analysiert, könnte man es schnell erkennen, dass jeder bewusste oder unbewusste Tat des Individuums wie ein Glied in einer endlosen Kette von Ursachen und Konsequenzen sei. Dabei ist jede Ursache der neuesten Handlung gleichzeitig eine Konsequenz für eine vorherige Aktion, die ihrerseits auch ihren eigenen bestimmten Auslöser (Ursache) besitzt.

Jedes Glied dieser unendlichen Kette besteht aus drei Komponenten: einem Wunsch, einem Gedanke und einer Aktion. Durch das innere Verlangen des Menschen wird ein Gedanke geboren, der dann eine bestimmte Aktion dieses Menschen ins Leben ruft. Es kann auch sein, dass ein Gedanke in Form einer Erinnerung bei dem Menschen einen konkreten Wunsch erzeugt, der dann seine Handlung veranlasst. Egal, wie man es dreht, sind das Wünschen, das Denken und das Handeln die drei hauptsächlichen Bestandteile JEDER einzelnen Aktion eines Individuums.

In diesem Kontext bedeutet das Karma nichts anderes als eine gerechte Konsequenz, die sich aus bewussten oder unbewussten Wünschen, Gedanken und Handlungen eines Menschen ergibt: Was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Im Grunde genommen geht es bei dem Karma-Gesetz um ein allgemeingültiges Prinzip des universalen Gleichgewichtes, nach dem das Gleichgewicht in jedem natürlichen System durch die Natur selbst automatisch (wieder) hergestellt wird. Jede Störung in natürlicher Ordnung wird demnach immer von der Schöpfung selbst zuverlässig behoben, und das immer und überall auf Mikro- wie Makrolevels des gesamten Universums.

Ja, man kann ausschließlich nur das ernten, was man tatsächlich gesät hat. Es ist ziemlich widersinnig, mit einer reichen Dinkelernte auf dem Feld zu rechnen, das man höchstpersönlich mit Weizen besät hat. Um wunderschöne, vornehm duftende Rosen in seinem Garten wachsen zu sehen, pflanzt man logischerweise Strauchrosen und erwartet man keine Blumen auf einem bewusst oder irrtümlich gepflanzten Stachelbeerstrauch. Hat man gar nichts gesät oder gepflanzt, bekommt man folgerichtig auch keine Ernte. Dieses kausale Prinzip des Lebens, auf die Außenwelt bezogen, ist jedem Menschen mehr oder weniger bewusst.

Dieses Prinzip lässt sich aber auch auf die innere, mental-emotionale, moralische Ebene des menschlichen Daseins gänzlich übertragen: Sät man Egoismus, rechnet man völlig vergebens mit der wahren Liebe in seinem Leben… Aus dem Samen der Feigheit kann niemals eine heroische Handlung reifen… Ein äußerst geiziger Mensch kann keinesfalls eine konstante materielle Fülle in seinem Leben erfahren… Der, der seinen Nächsten vom Herzen beschenkt, wird selbst vom Universum großzügig belohnt… Diese Zusammenhänge zwischen der Saat und der Ernte auf dem feinstofflichen Level des menschlichen Seins sind meisten von uns weniger bewusst. Von daher tun wir es uns damit noch sehr schwer, eine völlige Verantwortung für alles Geschehende in unserem irdischen individuellen Leben zu übernehmen und uns selbst für einzigwahre Schöpfer unserer eigenen Realität zu halten.

Das natürliche Gesetz des Karmas fordert jeden Menschen auf, die von ihm selbst gesäten Samen und die unvermeidlichen Konsequenzen seiner Saat zu erkennen und/oder vorherzusehen.

Das natürliche Gesetz des Karmas fordert den Menschen auf, jegliche Hoffnung auf „Vergebung seiner Sünden“ oder auf „eine höhere Barmherzigkeit“ aufzugeben und all die „Beruhigungspillen“ abzulehnen, die einem „Sünder“ in den modernen religiösen Sklavensystemen verabreicht werden.

Das natürliche Gesetz des Karmas fordert den Menschen auf, bewusst mit seinen eigenen Gedanken umzugehen, denn diese sind genauso wie seine Handlungen die Samen der künftigen Früchte in seinem Leben.

Was Du heute säst, das wirst Du morgen ernten! Was Du heute denkst, das wirst Du morgen sein!

Das sind eine Warnung und ein Versprechen zugleich. Und gleichzeitig ist es weder eine Warnung, noch ein Versprechen. Durch die konstante Wirkung des allgemeingültigen Karma-Gesetzes kann ein Individuum im gleichen Maß ein unsägliches Leid oder einen überraschenden riesigen Triumph in seinem Leben erfahren.  Wie es selbst das von ihm Erlebte für sich definiert, liegt eindeutig an seiner eigenen persönlich-spirituellen Entwicklung. Versteht man voll und ganz das universale Prinzip der kausalen Zusammenhänge auf allen Ebenen des Seins, ist man durchaus fähig, sein eigenes Leben überall dahin zu lenken, wohin man möchte. Dafür sät man lediglich ganz bewusst die Samen der Früchte, die man später ernten will. Aber auch eine weniger bewusste mental-emotionale Ausrichtung eines Menschen in Zusammenwirkung mit seinem eigenen reinen Gewissen lässt ihn stets die positiven Konsequenzen seiner unbewussten Gedanken wie Handlungen erfahren.

Führt man dagegen eine niedere, verantwortungslose Existenz in einem Menschenkörper, ohne das Gesetzt des natürlichen Gleichgewichtes zu beachten, saust man orientierungs- wie ziellos in einem primitiven Trog durch die widerspenstigen Wellen seines Lebens, das nicht mal als ein wahres Leben bezeichnet werden kann. Solche passive innere wie äußere Haltung eines Menschen, der nicht fähig und/oder gewillt ist, die von ihm selbst durch seine eigenen Gedanken und Handlungen erzeugten Ursachen unterschiedlicher unangenehmen Situationen auf seinem irdischen Existenzweg zu erkennen, befreit ihn nicht von seiner Verantwortung für das, was er ist und was er mit seinem Erdenleben macht.

Es gibt wirklich keine Täter und keine Opfer! Es gibt wahrlich kein Glück und kein Pech! Es gibt nur Wünschen, Gedanken und Handlungen eines Individuums, durch die es seinem eigenen Leben unterschiedliche Richtungen und Ziele geben kann. Demnach existiert auch kein anderes Wesen außer dem Menschen selbst, das ihn verzeihen, befreien, verändern, erlösen, bestrafen, betrügen, verführen, traurig oder glücklich machen kann.

Eine Karmaschleife kann mehrere (Tausende) Inkarnationen lang dauern. Daher ist es vor allem für einen sich von seinem negativen Karma völlig befreiten Gottmenschen, der sich am Ende seines gesamten Inkarnationszyklus befindet, äußerst wichtig, sein Lebensfeld mit Bedacht und Weisheit zu besäen.  

Ein herzensguter Gedanke ist grundsätzlich nicht besser als das von Wut und Rache erfülltes Denken. Eine zerstörirische Handlung ist aus der universalen Perspektive nicht vom geringeren Wert als eine Aktion der positiven Schöpfung. Denn beide Seiten der Dualität haben ihre Existenzrechte im endlosen universalen Quantenraum. Die eigenen Gedanken und Handlungen von Individuen unterscheiden sich lediglich durch ihre Konsequenzen für ihren Erzeuger, die er unausweichlich in seinem Leben erfahren wird. Das kann in seiner aktuellen Verkörperung geschehen, aber auch erst in seinen folgenden Inkarnationen, nachdem vom transzendenten Gedächtnisradierer alle Erinnerungen an die möglichen Ursachen seines „unverdienten“ Glücks oder „ungerechten“ Pechs im Leben entfernt worden sind.

Peace & Love

Elena

Das individuelle Karma

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