Naturkraft Wasser

WASSER – das dritte Naturelement – kann man als Kind von ERDE und FEUER bezeichnen, das alle Eigenschaften seiner Eltern übernommen hat und gleichzeitig vollkommen selbstständig, unabhängig und authentisch ist. Von Mutter-ERDE hat das WASSER seine dreifache Natur (drei Aggregatzustände – Eis, Flüssigkeit, Dampf). Vom Vater-FEUER – das enorme Tempo der Veränderung der eigenen Form. Die Natur des Wasserselementes ist etwas komplexer als die natürlichen Charaktereigenschaften der ERDE und des FEUERS.

Das WASSER ist das weibliche Naturelement. Genauso wie die ERDE ist es inert, anpassungsfähig und durchaus geduldig. Es ist zwar nicht so statisch wie die ERDE und nimmt sehr schnell unterschiedliche Formen an, ist aber im Vergleich zu dem Erdenelement nicht fähig, seine Form länger zu behalten, sobald die diese Form sichernde Kraft abnimmt oder gar verschwindet. Die Form hat in diesem Kontext weniger mit Aggregatzuständen des WASSERS gemeinsam, sondern wird als eine äußere plastische Gestalt verstanden (im hiesigen Fall geht es nicht unbedingt zum Beispiel um die Form eines Eiswürfels, der außerhalb der künstlichen Eiswürfelform bei der Zimmertemperatur seine Form verliert, sondern eher ums Wasser in einem Trinkglas, das die Form des Glases annimmt, aber nur solange, bis das Glas bricht, jemand dieses Wasser auskippt oder das Wasser aus dem Glas trinkt).

Die weiblichen Naturelemente haben immer mit Sicherung und Speicherung der Informationen zu tun. Vom WASSER werden aber Informationen anders behandelt als von der ERDE. Während die ERDE als eine ziemlich statische Naturkraft die Informationen auf ihre geheime, nur für ganz wenige menschliche Berechtigte zugängliche Festplatte speichert, ist die Wirkung des Wasserelementes sehr dynamisch. Die Sicherung der von ihm empfangenen Informationen geschieht durch deren mehrfaches Kopieren, ähnlich dem Prinzip der Blockchain in Computertechnologien. Bei diesem Prinzip der Informationssicherung ist es unmöglich, die Veränderungen zu ignorieren, die kontinuierlich im informativen Raum stattfinden. Jede solche Veränderung spiegelt sich infolge dynamischer Wirkung des WASSERS in allen durch seine Kraft verbundenen Elementen wider. Als ein Element der ganzen Menscheit kann sich demnach theoretisch jedes Individuum unter gewissen Umständen einen Zugang zu dem globalen Informationsnetz ermöglichen. Dieser Zugang wird aber von den Kräften des FEUERS und der ERDE in seinem eigenen System strengst kontrolliert. Aus diesem Grund können keine Menschen allein durch die aktive Kraft des Wasserelementes in ihren individuellen Systemen sich bewusst an planetare Informationsnetzte eindocken und die gewonnenen, für die ganze menschliche Zivilisation wichtigen Informationen aus diesem Netz in ihrer irdischen Wirklichkeit effektiv nutzen.

In magischen Praktiken wird die Potenz des WASSERS für die Weiterleitung der Informationen durch das zeitliche Kontinuum benutzt, ebenfalls wie für die Anziehung der Energien des Chaos zwecks globaler Formatierung der Realität eines x-beliebigen Momentes auf der gesamten Zeitlinie. (das WASSER im metaphysischen Sinn symbolisiert CHAOS, s. Bild 1).

Bild 1

Auf dem Prinzip der inerten Kraft des WASSERS basieren unter anderem die meisten kollektiven Meditations- und Gebetspraktiken sowie sämtliche gemeinschaftliche Rituale: Die emotionale Stärke eines teilnehmenden Individuums wird wie ein Wassertropfen in ein rituelles Gerinne geleitet und dem kollektiven Rhythmus unterordnet. So verschmilzt sich die manifestierte Information eines Einzelnen mit allen Informationen anderer Beteiligten, und dieser emotional-informative kollektive Momentzustand wird in die Zukunft übertragen, wo ein sogenannter „zeitlicher Behälter“ gebildet wird, in dem das Informationsprogramm der von ganzer Gemeinschaft gewünschten Realität seine Reife erfährt.

Bei solchen kollektiven Praktiken besteht aber für das individuelle Bewusstsein jedes daran emotional Beteiligten eine große Entindividualisierungsgefahr. Die von einem Menschen nicht immer klar gewünschte dauerhafte Bewusstseinsverschmelzung mit dem Massenbewusstsein passiert unvermeidlich dann, wenn er die magische Effekte des Wasserelementes nicht versteht und sie gar nicht nutzen kann, um sich beliebig von der fließenden Masse wieder zu separieren.

Auf die individuelle Mikro-Ebene bezogen, wird das WASSER dem Astralkörper des Mehrkörpersystems (Manipura-Chakra) zugeordnet, der bekanntlich auch als emotionaler Körper bezeichnet wird. Auf dem Astrallevel kann das WASSER durch seine Triebkraft unterschiedliche Schwingungen erzeugen, die von den Anteilen von ERDE- und FEUER-Elementen im individuellen Bewusstseinssystem abhängig sind: Überwiegt im System des Menschen auf der Erde-Feuer-Achse die Feuerkraft, ist die Wasserfrequenz höher, die Strömung des inneren Flusses – stärker. Wenn aber der Anteil der ERDE größer ist als der des FEUERS, bekommt das Wasserelement im System des Individuums eine ruhigere, weniger flexible Qualität.

Ein energetisch freier Astralkörper mit den für das gesamte Bewusstseinssystem optimal angepassten Wasserfrequenzen ermöglicht dem Individuum, bewusst in energetisch-informativen (kollektiven) Gewässern mit unterschiedlichen Strömungsstärken mühelos zu schwimmen, die Quellen und Mündungen der Flüsse fehlerfrei zu erkennen und es bestens zu verstehen, warum das Wasser gerade in diesem Raum, in dieser Zeit mit einer bestimmten Bewegungskraft in eine gewisse Richtung fließt. Das vollkommene Verständnis der Potenz des Wasserelementes in seinem eigenen System erlaubt dem Menschen bewusstseinsmäßig sich von kollektiven Gewässern unterschiedlicher Frequenzen in eine x-beliebige Richtung ohne eigene Energieverluste tragen zu lassen, sich temporär nach seinem eigenen Informationsbedarf in der gesamten Wassermasse aufzulösen und den richtigen Moment zu erspüren, aus dieser Masse wieder auszusteigen, um sich vor der zwangsläufigen Wirkung des Herdenmentalitäts und des Massenbewusstseins zu schützen.  

Durch die optimale Harmonisierung des Wasserelementes in seiner Projektion auf den Astralkörper erwirbt das individuelle Bewusstsein eine wichtige Fähigkeit, sein eigenes FEUER zu kontrollieren und zu leiten, denn im Mehrkörpersystem eines Menschen existiert eine klare hierarchische Ordnung: Die Schichten des Bewusstseins, die mehr Informationen enthalten, können über die Prozesse auf den weniger informationsbeladenen Bewusstseinsebenen bestimmen. Alle drei Levels des Unterbewusstseins sind zwar eher energetisch als informativ, doch im Vergleich zum Ätherkörper verfügt der Astralkörper über einen höheren Informationsanteil (s. Bild 2).

Und das bedeutet, dass das WASSER die Aktivität des FEUERS, das bekanntlich auf die ätherische Ebene des Systems projiziert wird,überwachen und bestimmen kann. Das tut die Erde im gewissen Sinne auch, aber vielmehr dank ihrer starken weiblichen Kraft als ihrem Informationsanteil.

Bild 2

So ein metaphysischer Prozess ist in der Wirklichkeit sehr komplex und darf lediglich unter einer absoluten Kontrolle des Bewusstseins stattfinden. Die Fähigkeit der Kontrolle der eigenen Bewusstseinsvorgänge ist für ein menschliches Individuum eine höchste Meisterschaft, die man ausschließlich durch die eigenen Erfahrungen erreichen kann. Um diese Lebens- /Seelenerfahrungen zu gewinnen, geht man freiwillig oder zwangsweise durch mehrere äußerst heikle Lebenssituationen, die meiste von denen mit enormer psychischen Belastung, kaum ertragbaren Schmerzen und seeligen Traumen verbunden sind.

Schwimmt der Mensch bewusstseinsmäßig ununterbrochen in dem kollektiven Strom, benötigt er nicht unbedingt unangenehme Erfahrungen in seinem Leben, denn er kann sich unter diesen Bedingungen ohnehin als ein freies, authentisches Individuum gar nicht entwickeln. Es wird von ihm persönlich im Gegenteil alles darauf gesetzt, sich vor den mehr oder weniger herausfordernden Erfahrungen virtuos verdrücken zu können und seine sichere, stabile Komfortzone so lange wie möglich zu bewahren. Auf dem Lebensweg eines (angehenden) Magiers sind jedoch die seine individuelle Bewusstseinsentwicklung prägenden Erlebnisse enorm wichtig, was dem betroffenen Individuum völlig bewusst ist. Diese innere Haltung sowie die enorme Stärke eines Magiers, dank denen er auf seinem Entwicklungsweg die schwierigsten Aufgaben seines Lebens wohlbehalten überstehen kann und an denen er über sich hinaus weiter wachsen kann, sind für jeden Menschen mit begrenztem Bewusstsein unvorstellbar und gar nicht menschlich. Von daher kann sich das unbegrenzte, magische Bewusstsein es gar nicht leisten, sich durchgehend und unkontrolliert von dem kollektiven Flussstrom ziehen zu lassen, denn so ein Bewusstsein gehört auf Dauer überhaupt nicht hin.

Der Magier begibt sich bewusst ins Wasser, erledigt seine Aufgaben (meist informativer Natur) und verlässt mühelos wieder das kollektive Gewässer, die Kräfte der Naturelemente in seinem Bewusstsein meisterhaft nutzend. Nur so gelingt es einem Gottmenschen, seine Individualität, seine Authentizität sowie seine eigene unverfälschte Wahrheit zu bewahren und dabei sich nicht mal für einen kurzen Moment von dem Herdenbewusstsein beeinflussen zu lassen.

Peace & Love

Elena

Die elementare Kraft des Wassers

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