Jeder Erdenmensch ist sein ganzes Leben lang bewusst oder unwissentlich unterschiedlichen sozialen und energetisch-informativen Systemen zugehörig. Das ist durchaus natürlich, denn die Wechsel- sowie Zusammenwirkung von Individuen auf Mikro- und Makroebenen der Systeme, aber auch die energetische Teilhabe jedes Einzelnen an einigen oder mehreren egregorialen Konstrukten gehören zwangsläufig zu den Elementen eines Menschenlebens auf unserem Planeten, und das unabhängig von dem Bewusstseinslevel des Individuums selbst.

Die sozialen Systeme unterscheiden sich von Egregoren dadurch, dass die ersteren gut erkennbar sind und meist eine deutliche Struktur besitzen. Von daher sind sie für meiste Menschen durchaus wahrnehmbar. Es ist jedem Individuum mehr oder weniger bewusst, dass es ein Mitglied eines Familiensystems, eventuell eines Unternehmens, einer Kirchengemeinde, eines Landesvolkes etc. ist. Es existieren außerdem mehrere sozialwissenschaftliche Disziplinen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Phänomenen des gesellschaftlichen Zusammenlebens befassen, und dementsprechend existiert auch eine Unmenge von Studien, Forschungen, Theorien etc. zu den sozialwissenschaftlichen Themen.

Ein Egregor ist dagegen kaum wahrnehmbar. Er besitzt keine erkennbare Struktur und gehört zu rein feinstofflichen Konstrukten. Er entsteht durch die energetische Zusammenwirkung seiner menschlichen Erzeuger und Spender, die durch gewisse Ähnlichkeiten in ihrer mental-emotionalen Gesinnung miteinander verbunden sind, auch ohne sich gegenseitig zu kennen. Meiste Individuen haben nicht mal die geringste Vorstellung von der Existenz dieser Superorganismen, die von ihnen selbst als einem Teil eines fiktiven Kollektivs energetisch erzeugt und mit ihrer Lebensenergie genährt werden.

Ein erwachsener Mensch, der sich im Außen von seiner Großfamilie vollkommen gelöst hat und keine Kontakte zu seinen Eltern, Großeltern, Geschwistern und anderen Familienmitgliedern pflegt, scheint zwar sein soziales Familiensystem verlassen zu haben, befindet sich jedoch unbewusst weiterhin in dem egregorialen Feld dieses Systems, zu dem auch die ihm unbekannten Vorfahren gehören. Das geschieht zwangsläufig, wenn er in Bezug auf seine Familie auch minimale Gefühlsregungen empfindet oder an ihre Mitglieder immer noch denkt, unabhängig ob in einem positiven oder negativen Kontext. Das ist ein sehr einfaches  Beispiel für ein egregoriales Konstrukt, und man kann es hier schnell erkennen, dass Egregore mit sozialen Systemen zwar oft zusammenhängen, jedoch sind sie auch ohne diese durchaus überlebungsfähig, wenn genügend Energie der Gesamtmasse der an dem Egregor beteiligten Individuen für die Sicherung der Existenz dieses Egregores vorhanden ist.

Um sich ein egregoriales Konstrukt besser vorstellen zu können, kann man ein Egregor mit einem in Biologie durchaus bekannten Superorganismus vergleichen. Dabei handelt es sich darum, dass die einzelnen Organismen fähig sind, ein Netzwerk zu bilden, das dann so agiert, als ob eine höhere, bewusste, energetische Kraft diese organisierte Einheit zu führen weiß.  Beispielsweise können in der Natur  interessante Phänomene beobachtet werden, wenn während ungünstiger Wetterverhältnisse eine Reihe von Populationen verschiedener Tierarten vom Sterben bedroht ist. Alle Individuen der bedrohten Population kommen dabei automatisch zusammen. Es geht oft um Millionen (z. b. Ratten, Mäuse), manchmal Milliarden (z.B. Heuschrecken, Termiten), die sich zusammentun, um eine Einheit zu bilden. Dabei verschwindet zwangsläufig das individuelle Feld jedes Individuums, und das allgemeine, kollektive  Feld des Überindividuums (=Superorganismus) wird gebildet. Unvorstellbare Mengen bewegen sich wie eine physische gigantische Welle und überwinden auf ihrem Weg alle Hindernisse: Wenn sie auf Flüsse, Schluchten etc. stoßen, gehen mehrere von denen in den Tod, um die Brücke für die anderen, die überleben können, zu bilden.  Einem Individuum aus der Tierwelt wird also in dem Zustand eines Teils des Überorganismus sein Selbsterhaltungstrieb automatisch ausgeschaltet und seine Handlungen werden dadurch vollständig mechanisiert.

Es ist ziemlich paradox: Einerseits scheinen Individuen der meisten Tierarten in ihren eigenen Existenzen ihren natürlichen, niedrigen Überlebungsinstinkten zu folgen, andererseits können all diese Instinkte abgeschaltet werden, wenn es um die Selbsterhaltung einer ganzen Population geht.

Das Superorganismus- Konzept aus der Welt der Tiere ist auf das Reich der Menschen durchaus übertragbar. In der Welt des Homo sapiens lassen aber die gleichen oder sehr ähnlichen Überzeugungen, Werte, Lebensphilosophien und andere mental-emotionalen Gemeinsamkeiten der Menschen einen Egregor genauso wie ein Überorganismus entstehen. Auch wenn nicht jeder Mensch sofort bereit wäre, für eine Menge der Gleichgesinnten sich in den Tod zu werfen, kann er durchaus unter dem Einfluss einer höheren egregorialen Wesenheit zu Gedanken, Emotionen und Handlungen geleitet werden, die ihm in seiner wahren, inneren, authentischen Verfassung total fremd wären.

Egregore können ein Individuum destruktiv, aber auch positiv beeinflussen und durchaus unterstützend auf einen Menschen in seinen Lebensprozessen wirken, wenn dieser Mensch für einen Egregor einen hohen energetischen Wert besitzt.

Von daher ist es für jeden bewussten Meisterschöpfer seiner Realität enorm wichtig, die egregorialen Konstrukte wahrnehmen zu lernen und zu verstehen, um sie produktiv nutzen zu können, anstatt deren Sklave zu sein. Und das versuchen wir hier gemeinsam nach und nach zu machen, mein lieber Gottmensch!

Peace & Love

Elena

Egregore

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